DTTB-Teams greifen nach WM-Medaillen
Nahezu im Gleichschritt haben die deutschen Tischtennis-Teams bei der Mannschafts-WM in London die Viertelfinals erreicht und greifen nun nach einer Medaille. Das Männer-Quintett spielt nach einem deutlichen 3:0 gegen Hongkong am Donnerstag (13.30 Uhr/Dyn) gegen den Olympia-Vierten Japan um einen Podestplatz. Die DTTB-Europameisterinnen besiegten im Achtelfinale Nordkorea ebenfalls ungefährdet ohne Spielverlust und können gegen Hongkong (18.00 Uhr/Dyn) ihre vierte Teammedaille bei Welttitelkämpfen in der Nachkriegsgeschichte perfekt machen.
"Wir stehen mit beiden Mannschaften in den Spielen um die Medaillen. Das ist das, was wir vor WM-Beginn erhofft hatten, und spricht bei derart großer und starker Konkurrenz in der Weltspitze schon jetzt für die Qualität unserer Teams", sagte DTTB-Sportvorstand Richard Prause. Bei der WM vor zwei Jahren in Busan/Südkorea war der DTTB erstmals seit 2016 ohne eine Mannschafts-Medaille geblieben.
Männer-Bundestrainer Jörg Roßkopf sah gegen Hongkong keine 24 Stunden nach dem 3:0 zum Einstieg in die K.o.-Phase gegen Slowenien einen erneut souveränen Auftritt seines Teams. Der EM-Zweite Benedikt Duda (Bergneustadt), Ex-Europameister Dang Qiu (Düsseldorf) und der ehemalige Europe-Top-16-Gewinner Patrick Franziska (Saarbrücken) sorgten für die Chance auf den Gewinn der angestrebten Medaille.
Gegen Japan "geht es um alles", betonte Duda nach Spielende entschlossen. Aus dem 3:2 gegen den Olympia-Vierten im ersten Vorrundenspiel in London wollte Qiu unterdessen keine Rückschlüsse für den anstehenden Showdown ziehen: "Das Niveau ist total eng, deswegen ist jedes Spiel anders." Franziska sah erst das "Minimalziel" erreicht: "Wir wollen die Medaille."
Auch den DTTB-Frauen um die Weltranglistenneunte Sabine Winter (Dachau) fehlt nur noch ein Erfolg zum Sprung auf das Podium. Nach dem imponierend klaren 3:0 gegen Nordkorea durch Punkte der ehemaligen Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann (Kolbermoor), der Weltcup-Dritten Winter sowie der Defensivstrategin Ying Han (Tarnobrzeg/Düsseldorf) geht das Team von Bundestrainerin Tamara Boros gegen den fünf Positionen tiefer notierten Weltranglistenneunten Hongkong am Donnerstag leicht favorisiert ins Spiel um mindestens Bronze.
S.Dietrich--BVZ