"Schande": Wüst fordert von SPD und Grünen Ende der Gespräche mit Linken in Berlin
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat SPD und Grüne in Berlin aufgefordert, ihre Verhandlungen mit der Linkspartei über eine gemeinsame Regierung umgehend zu beenden. Die Gespräche darüber seien "eine Schande für die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland", sagte Wüst am Freitagabend beim "Deutschlandtag" der CDU/CSU-Jugendorganisation Junge Union. "Das Gift des Antisemitismus ist tief eingesickert in die Berliner Linke."
"Es liegt jetzt an SPD und Grünen, diese Schande zu beenden", sagte Wüst. "Die deutsche Hauptstadt braucht Kompass und Klarheit statt Ideologie und Irrsinn. Wer gemeinsam mit kriminellen Clans, mit Israel-Hassern Wahlkampf macht, der darf niemals in eine Regierung kommen. Judenhass ist Menschenhass und Menschenhasser dürfen niemals Macht erlangen in Deutschland."
Die Linke hatte die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September klar gewonnen. Nach mehreren Vorgesprächen begannen am Donnerstag voriger Woche die Sondierungen mit Grünen und SPD über die mögliche Bildung einer Landesregierung. Überschattet werden die Gespräche zwischen den drei Parteien von Anfang an von Antisemitismusvorwürfen gegen einzelne Linken-Mitglieder.
O.R.Jung--BVZ