Linken-Fraktionschef Pellmann tritt Roter Hilfe bei
Linken-Fraktionschef Sören Pellmann ist der vom Verfassungsschutz beobachteten Roten Hilfe beigetreten. Dies bestätigte die Linken-Bundestagsfraktion am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Es muss in Deutschland jedem möglich sein, sich in einem Gerichtsverfahren verteidigen zu lassen", zitierte die "FAZ" ein Statement Pellmans dazu. "Es gibt diese NGO, damit sich das auch Menschen leisten können, die wenig oder gar kein Geld haben." Der Linken-Politiker hatte am Mittwochabend einen Link zum Beitrittsformular der Roten Hilfe auf der Plattform X geteilt.
Die Rote Hilfe ist ein Verein zur Unterstützung linker Aktivistinnen und Aktivisten. Der Verein mit Hauptsitz im niedersächsischen Göttingen wird seit 2012 vom Verfassungsschutz beobachtet.
Erst am Dienstag wurde bekannt, dass die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe war. Der Partei zufolge war Eralp während ihres Jurastudiums in den Verein eingetreten. Sie habe unterstützen wollen, "dass Menschen einen juristischen Beistand haben, die sich für linke und soziale Themen engagieren, auch wenn sie selbst nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen", zitierte die "FAZ" das Statement.
Eralp war im Oktober 2025 zur Spitzenkandidatin der Berliner Linken gewählt worden. Mit ihr an der Spitze gewann die Linke die Abgeordnetenhauswahl am 20. September deutlich vor der bislang gemeinsam mit der SPD regierenden CDU. Am Donnerstag fanden erste Vorgespräche für mögliche Sondierungen der Linken mit Grünen und SPD statt.
O.Pohl--BVZ