Präsidenten Deutschlands und Ungarns gedenken Beginns der Vertreibung vor 80 Jahren
Die Staatsoberhäupter Deutschlands und Ungarns gedenken am Montag gemeinsam des Beginns der Vertreibung der Ungarndeutschen vor 80 Jahren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein ungarischer Kollege Tamás Sulyok wollen in Ansprachen bei der Gedenkfeier in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche an das Geschehen erinnern (17.00 Uhr). Auch Zeitzeugen sollen dabei zu Wort kommen. Zuvor kommen Steinmeier und Sulyok zu einem bilateralen Gespräch im Cuvilliés-Theater zusammen (15.30 Uhr).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die deutschstämmige Bevölkerung aus Ungarn vertrieben - so wie auch aus anderen osteuropäischen Ländern. Die Vertreibung begann am 19. Januar 1946, insgesamt mussten rund 200.000 ethnische Deutsche das Land verlassen. In Ungarn wird dieser Tag seit 2012 als Gedenktag begannen. Nach Angaben des Bundes der Vertriebenen war Ungarn 1990 eines der ersten osteuropäischen Länder, die die Vertreibung der Deutschen öffentlich bedauerten.
S.Friedrich--BVZ