Gestrandeter Buckelwal vor Ostseeinsel Poel: Lage zunächst unverändert
Die Situation des seit mittlerweile dreieinhalb Wochen in einer flachen Bucht vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwals hat sich am Donnerstag zunächst nicht geändert. Auf Livebildern war zu sehen, dass das Tier praktisch regungslos auf einer Sandbank nahe dem Ausgang der Bucht lag. Größere Aktivitäten der privaten Rettungsinitiative waren zunächst nicht zu sehen, zeitweise war ein Helfer bei dem Meeressäuger.
Die weitere Entwicklung war unklar. Die Behörden dulden einen von einer privaten Initiative gestarteten Rettungsversuch für das von Fachleuten bereits aufgegebene und mutmaßlich schwerkranke Tier, das seit Anfang März vor der Ostseeküste umherirrte und dabei wiederholt strandete. Das Konzept sah ursprünglich vor, den Wal mit einem System aus Luftkissen und Pontons zu heben und ihn in die Nordsee zu schleppen.
Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist das Konzept inzwischen aber nicht mehr aktuell. "Wir brauchen jetzt einen neuen Plan - daran wird gearbeitet", sagte er am Mittwoch.
Unterdessen reißt die Kritik an der Rettungsaktion nicht ab, die Umweltschutzorganisation Nabu erklärte am Mittwoch, der Wal sei "zu geschwächt und zu krank". Viele Experten bezweifeln, dass dem Tier angesichts massiver gesundheitlicher Probleme noch geholfen werden kann.
F.Busch--BVZ