Erste Runde der Präsidentschaftswahl in Portugal
In Portugal findet am Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Als Favorit geht der Gründer und Vorsitzende der rechtsextremen Partei Chega ("Genug"), André Ventura, ins Rennen. Umfragen zufolge wird aber erst in einer Stichwahl über den Nachfolger des konservativen Amtsinhabers Marcelo Rebelo de Sousa entschieden. Sollte es dazu kommen, werden Ventura wenig Chancen ausgerechnet.
Bei der Parlamentswahl im Mai hatte Chega 22,8 Prozent der Stimmen gewonnen und ist damit die größte Oppositionspartei im Parlament. Die stärksten Rivalen von Parteichef Ventura in der nun anstehenden Präsidentschaftswahl sind der Sozialist António José Seguro und der Kandidat der konservativen Sozialdemokratischen Partei, Luís Marques Mendes, der von Regierungschef Luís Montenegro unterstützt wird. Der Präsident hat in Portugal keine exekutiven Befugnisse, kann aber in Krisenzeiten das Parlament auflösen, Neuwahlen ausrufen oder den Ministerpräsidenten entlassen.
B.Ernst--BVZ