Neue Einwanderungshürde: USA legen Visa für 75 Länder auf Eis
Die USA verschärfen ihre Einwanderungspolitik unter Präsident Donald Trump weiter: Die "USA stoppen die gesamte Visa-Bearbeitung für 75 Länder, darunter Somalia, Russland und Iran", verkündete die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch im Onlinedienst X. Die US-Regierung will damit nach eigenen Angaben die Einreise von Ausländern verhindern, die Sozialhilfe und andere öffentliche Leistungen in Anspruch nehmen könnten.
In einem von Leavitt verlinkten Fox-News-Bericht heißt es, auch Anträge für Einwanderungsvisa aus Afghanistan, Ägypten, Brasilien, dem Irak, Jemen, Nigeria und Thailand würden ab dem 21. Januar bis auf Weiteres nicht mehr bearbeitet.
Die Bearbeitung der Visaanträge aus diesen Ländern solle so lange pausieren, bis das US-Außenministerium die Verfahren überarbeitet habe, teilte Ministeriumssprecher Tommy Pigott mit. Damit setze "die Trump-Regierung dem Missbrauch des amerikanischen Einwanderungssystems durch jene ein Ende, die den amerikanischen Bürgern Reichtum entziehen würden", erklärte Pigott - etwa indem sie Sozialhilfe und andere Leistungen beantragten.
Unklar ist, inwiefern sich die Visasperre auf die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr auswirken könnte. Die USA richten die WM vom 11. Juni bis zum 19. Juli gemeinsam mit Kanada und Mexiko aus. Auch die Liste aller betroffener Länder war zunächst nicht bekannt.
Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor fast einem Jahr haben die Vereinigten Staaten ihre Visaregeln verschärft. Darüber hinaus ordnete Trump Massenabschiebungen von Zugewanderten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis an.
D.Wolff--BVZ