USA wollen Maduro wegen Drogenhandels und Terrorismus den Prozess machen
Die US-Justiz will dem beim Militäreinsatz der Vereinigten Staaten gegen Venezuela mutmaßlich gefangen genommenen Staatschef Nicolás Maduro wegen Vorwürfen des Drogenhandels und des Terrorismus den Prozess machen. Maduro und seine Ehefrau seien angeklagt und würden bald mit "dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden", schrieb US-Justizministerin Pam Bondi am Samstag im Onlinedienst X.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores während des nächtlichen US-Einsatzes "gefangen genommen und außer Landes geflogen" worden seien.
Bondi verwies nun darauf, dass gegen Maduro bereits in der Vergangenheit Anklage wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus und Verschwörung zur Einfuhr von Kokain" erhoben worden sei. Diese Anklage gegen Maduro hatte das US-Justizministerium bereits 2020 - während Trumps erster Amtszeit - angestrengt.
Washington beschuldigt Maduro, den Drogenhandel für das "Kartell der Sonnen" zu leiten, dessen Existenz zahlreichen Experten zufolge allerdings erst noch bewiesen werden muss. Maduro wies in der Vergangenheit alle Anschuldigungen zurück.
H.Seidel--BVZ