Trump: Maduro "gefangen genommen und ausgeflogen" aus Venezuela
Bei dem US-Militärangriff auf Venezuela ist dessen Staatschef Nicolás Maduro nach Angaben von US-Präsident Donald Trump entmachtet worden. Maduro sei "gefangen genommen und außer Landes geflogen" worden, erklärte Trump am Samstag. Er sprach von einem erfolgreichen "großangelegten Schlag gegen Venezuela" und dessen Staatschef. Für 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MEZ) kündigte er eine Pressekonferenz an.
Die Hauptstadt Caracas war seit etwa 02.00 Uhr Ortszeit (07.00 Uhr MEZ) von schweren Explosionen erschüttert worden. Die venezolanische Regierung warf der US-Regierung einen "schweren militärischen Angriff" vor, der sich gegen "zivile und militärische Orte in Caracas und den Bundesstaaten Miranda, Aragua sowie La Guaira rund um Caracas" gerichtet habe.
Als Ziel des US-Einsatzes nannte die venezolanische Regierung "nichts anderes, als sich Venezuelas strategischer Ressourcen zu bemächtigen, insbesondere seines Erdöls und seiner Mineralien". In der Erklärung wurden der Ausnahmezustand und eine Mobilisierung des ganzen Landes zur Abwehr "diesen imperialistischen Angriffs" verkündet.
Seit September haben die US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik angegriffen. Am Montag hatte sich Trump über einen Angriff geäußert, bei dem es sich womöglich um den ersten US-Angriff an Land in dem Konflikt mit Venezuela handelte. Demnach wurde eine Anlegestelle für mutmaßliche venezolanische Drogenboote zerstört.
Trump wirft Venezuela immer wieder vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Bereits im Dezember hatte der US-Präsident gesagt, die Tage von Maduro, der auch von vielen europäischen Staaten nicht als rechtmäßiger Präsident Venezuelas anerkannt wird, seien "gezählt".
A.Haas--BVZ