Ausschreitungen bei Fußball-Pokalspiel in Mannheim - 85 Verletzte
Bei einem Fußball-Pokalspiel in Mannheim ist es am Freitagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde zwischenzeitlich der Rasen gestürmt. Die Polizei musste nach eigenen Angaben "Zwang" gegen die Fans anwenden, sie setzte unter anderem berittene Beamte ein. Es hätten insgesamt 85 Menschen medizinisch versorgt werden müssen, acht davon mussten wegen der Schwere ihrer Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Das Spiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern galt als sogenanntes Südwest-Derby bereits im Vorfeld als äußerst brisant. Die Polizei war mit rund 1400 Einsatzkräften vor Ort. Wie das Polizeipräsidium Mannheim am Samstagmorgen mitteilte, wurden 33 Beamte der Bundespolizei sowie zwei Polizeibeamte aus Baden-Württemberg bei den Auseinandersetzungen mit den Fans leicht verletzt. Sie waren unter anderem "mit pyrotechnischen Gegenständen und Raketen" beschossen worden.
Mehrere Fans wurden den Angaben zufolge festgenommen. Es seien "Ermittlungen wegen Beleidigungen, verschiedener Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz" eingeleitet worden, erklärte das Polizeipräsidium.
Wegen der Gewalt und dem Sturm von Fans auf das Spielfeld musste der Anpfiff der Verlängerung kurzzeitig verschoben werden, letztlich konnte die Partie aber fortgesetzt werden. Am Ende siegten die Gäste aus Kaiserslautern mit 1:0.
H.Lange--BVZ